VW Polo BlueMotion
Das Drei-Liter-Auto von VW hatte die Funktion des Feigenblatts, galt es doch, voluminöse Autos vom Kaliber Touareg und Phaeton mit einem besonders sparsamen Modell auf der anderen Seite des Leistungsspektrums akzeptabel zu machen.
Nach oben wie auch nach unten war in dieser Ära unter Ferdinand Piech nur das Beste gut genug bei VW. Entsprechend griff man auch für den Drei-Liter-Lupo zu den leichtesten und damit auch teuersten Werkstoffen, setze alles ein, was dem technisch ehrgeizigen Ziel diente, das sparsamste Serienauto der Welt anzubieten.
Leider liefen bei dem ehrenwerten Unterfangen die Kosten einmal mehr aus dem Ruder, der Spar-Lupo wurde so teuer, dass seine Anschaffung eher ideologisch denn ökonomisch zu rechtfertigen gewesen wäre. Kurz und gut, der Wagen geriet im Grunde zum Flop, zumindest blieb er ein Feigenblatt, dass dazu taugte, diesen Weg nicht weiter zu verfolgen. Denn der Markt, so die aus den Verkaufszahlen abgeleitete Folgerung, "will so ein Auto nicht". Das jüngste Sparauto, mit dem VW just zum Zeitpunkt der höchsten Kraftstoffpreise auf den Markt kommt, hat kein Feigenblattcharakter.
Schon, weil der VW Polo BlueMotion als sparsamstes Modell der Baureihe auch die Blaupause für entsprechende Blue-Modelle für den VW Golf und VW Passat liefert. Sparsam im Verbrauch und günstig in der Anschaffung waren gleichberechtigte Entwicklungsparameter. Der Polo BlueMotion verbraucht laut VW nur 3,9 Liter Diesel auf 100 km. Anders als beim VW Polo ist dieser Wert auch in der Tat zu erreichen.
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Frank Budde
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