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Toner nachfüllen mit Bedacht

Beim Toner nachfüllen sei Vorsicht geboten, meinen die Hersteller von Original-Toner, also schlicht diejenigen die selbst Laserdrucker produzieren und am Toner verdienen. So behauptet etwa OKI Toner sei nur als Original zu empfehlen, der sog. Refill führe aber zu Qualitätseinbußen. Kein Wunder, droht OKI zunehmend Marktanteile an Anbieter von OKI-kompatiblen Refill-Toner zu verlieren. Nun ist der Konsument verunsichert, wem soll man glauben? Dem Werbetreibenden und PR-Abteilungen der Konzerne oder den kleinen bis mittelständischen Unternehmen und Shops die Nachfülltoner verkaufen? Bis eindeutige Tests von Stiftung Warentest oder ähnlich unabhängigen Organisationen vorliegen muss abgewogen werden:

Gegen eine Statistische Untersuchung mit harten Zahlen deren Glaubwürdigkeit nicht nachprüfbar ist trauen ist bestimmt nicht verkehrt, aber dem eigenen Portemonnaie einen Gefallen tun kann ebenso wenig schaden denn nichts geht über die eigene Erfahrung. Toner nachfüllen ist relativ einfach und auch von Laien ausführbar. Andererseits kann man sich Toner auch nachfüllen lassen nach Einsendung der leeren Kartuschen.

Da Toner-Refill keinerlei Schäden hinterlässt und meist genau auf das passende Gerät ausgerichtet ist gilt das alte Sprichwort "Probieren geht über studieren" auch wenn in unserem Fall "probieren geht über monieren" adäquater wäre denn im Vorhinein eine preiswerter Alternative abzulehnen aufgrund der Warnungen eines Herstellers der Angst wegen Umsatzeinbußen hat klingt nicht zu rational. Toner einmal nachfüllen und zum Original-Toner zurückkehren bei Unzufriedenheit ist die logischste Option. Doch das Risiko lohnt sich, etliche zufriedene und wiederkehrende Kunden können das bestätigen auch wenn Ihre Zufriedenheit sicherlich nicht auf den Untersuchungen von Wissenschaftlern beruht.

Zum Glück handelt es sich bei Toner nicht um ein Produkt welches gefährlich werden kann. Denn wer kennt das nicht, die Industrie hat immer Fachleute zur Hand die genmanipulierte Pflanzen für Lebensmittel als unbedenklich oder Atomenergie als umweltfreundlich darstellen. Da wo das meiste Geld auf dem Spiel steht sind auch die bestdotierten Wissenschaftler zu finden. Der Konsument im 21. Jahrhundert lässt sich aber nicht mehr von Konzernen einlullen, er verlässt sich glücklicherweise auf den eigenen Menschenverstand und selbst erworbene Sachkenntnisse. Wer nie versucht hat Toner wieder zu befüllen oder das nachfüllen von vornherein ausschließt schneidet sich ins eigene Fleisch und zahlt hierbei immerhin nicht mit seiner Gesundheit sondern lediglich mit Euro und das immer wieder. Denn Toner vom Original-Hersteller ist nicht billig. Im Ostblock gab es früher Monopole, heutzutage kann man Ihnen informiert entgehen und wer sich sich höhere Preise leisten kann und sich weniger traut kann ja eh darauf verzichten.

Theodor Schuhmacher
artikelfabrik [at] onreact.com



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