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Das Geheimnis der Öllampen

Öllampen waren über Jahrtausende die wichtigste künstliche Lichtquelle und entwickelten sich in dieser Zeit kaum weiter. Auch wenn die Formen und Brennstoffe sich etwas änderten. Die ersten Lampen waren mit Tierfetten gefüllte, flache Steinschalen, welche am Rand eine kleine Rinne für den Docht hatten. Die Dochte bestanden aus Pflanzenfasern, später auch aus Stoffresten.

Die verwendeten Brennstoffe (Fett, Talg, Öl sind dickflüssig, so dass sie nur einige Millimeter bis wenige Zentimeter im Docht nach oben steigen können. Geht der Brennstoff zur Neige, verglüht ein Teil des Dochts. Eine wesentliche Verbesserung war nur bei der Verwendung von Pflanzenölen möglich. Die Schalen konnten zugedeckt und damit vor Verschmutzung geschützt werden.

Erste Hinweise auf Kerzen, gibt es erst für das 1. Jahrhundert n. Chr. Öllampen sind wesentlich älter als Kerzen. Kerzen waren lange Jahrhunderte sehr kostspielig und nur für wenige erschwinglich. Im Mittelalter ging der Handel mit Olivenöl zurück, daher benützte man in den nördlich der Alpen gelegenen Ländern fast nur noch Fackeln, Talglampen und Kerzen zur Beleuchtung.

Später, in der frühen Neuzeit, wurden die Öllampen technisch weiterentwickelt. Im 18 Jahrhundert erschienen Modelle bei denen sich der Docht verändert hatte sie wurden breiter, wie zum Beispiel der Banddocht.

Argandbrenner

Benannt nach seinem Erfinder François Pierre Ami (oder auch Aimé) Argand (1755-1803).

Er stellte um 1783 einen neuen Lampentyp vor, deren Brenner aus einem Metallzylinder mit doppelter Wand konstruiert war. In der hohlen Wand war ein runder Baumwolldocht befestigt mit einer Brennstoffzuführung durch einen separaten Tank. Der innere Zylinder war unten offen, damit Luft zirkulieren konnte und so konnte der Docht mit Sauerstoff versorgt werden.

Über die Flamme setzte er einen Blechzylinder, um dadurch einen Kamineffekt zu erreichen.1784 wurde der Blechzylinder durch einen Glaszylinder ersetzt. Der Argandsche Brenner wurde für fast alle späteren Öllampen (Uhrwerklampen, Moderateurlampen) und die Petroleumlampen verwendet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde die Bezeichnung Öllampe, die mit Pflanzenöl betriebenen Lampentypen sehr schnell durch Petroleumlampe ersetzt. Der Oberbegriff für das Gerät blieb bestehen, während das Brennmittel ersetzt wurde.

Die herkömmlichen Öllampen verschwanden nach der Einführung der Petroleumlampen um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa und Nordamerika fast überall.

Anja Reiser
info [at] wohnlicht-leuchten-blog.de



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