Klassenfahrten- aber wie organisiert
Das ist eine Frage, die bestimmt immer häufiger diskutiert wird, denn der normale Schulalltag lässt immer weniger Zeit für zusätzliche Aufgaben. Seit einigen Wochen muss ich mich das erste Mal im Leben mit der Organisation einer Klassenfahrt befassen. Das Ziel Prag stand bei den Schülern schnell fest. Kann mir jemand sagen, ob ich einen Veranstalter für Klassenfahrten fragen soll? Und wenn ja welchen? Hat jemand Erfahrungen? Organisiert der wirklich alles?
Oder suche ich mir alles Einzeln zusammen, was ich mir sehr mühsam vorstelle und dann noch in Prag. Wo bekomme ich einen günstigen Bus her und Stadtrundfahrt, erst recht ein geeignetes Hotel, bei der Touristeninformation? Hierzu noch ein Bericht über die praktische Handhabung an unserer Schule. Ich bin Vorsitzende der Klassenpflegschaft und als solche auch mit dem Thema Klassenfahrten befasst. Das wird vom Klassenlehrer und von der Elternschaft so gewünscht.
Die Gründe für den Lehrer: er muss die organisatorische Arbeit nicht allein übernehmen und kann – weil die Eltern eingebunden sind – auch mit der Zustimmung rechnen. Beides Punkte, die erheblich Zeit sparen und den Ablauf bis hin zur Buchung der Fahrt erheblich vereinfachen.
Die Gründe für die Eltern: sie sind von Anfang an einbezogen und können Einfluss nehmen – vor allem auf die Kosten. Für beide Parteien besteht Einvernehmen über die Notwendigkeit einer Klassenfahrt. Es ist sogar so, dass nur durch das Mittun der Elternschaft eine solche Fahrt zustande kommt. Das ist gleichzeitig der einzige Punkt, der aus Sicht der SchülerInnen für die Beteiligung der Eltern spricht. Ansonsten wünschen sie sich natürlich möglichst allein über Ziel und Programm der Klassenfahrt befinden zu können. Ich kann Lehrer und auch Schüler verstehen. Die Lehrer sind mit Ihren Aufgaben mehr als ausgelastet und haben es natürlich nicht einfach bei zusätzlichen Aufgaben. Da sind die Zielfindung, eine sinnvolle Programmgestaltung und natürlich die Kostensicht.
Sie müssen auf Freizeit und Familie verzichten, die Fahrt in der Regel ganz oder teilweise selbst finanzieren, die dann besonders ausgelassenen SchülerInnen im Zaum halten und tragen dann noch die Gesamtverantwortung unterwegs.
Die SchülerInnen möchten natürlich ein Programm, das mit Schule wenig zu tun hat: nämlich viel Freizeit und immer wieder Fun. So ist und bleibt es aus Sicht der Elternschaft sinnvoll, die Klassenpflegschaft bei Klassenfahrten einzubeziehen.
Was die umfangreichen Vorarbeiten angeht, so haben wir uns darauf geeinigt, die Arbeit von anderen machen zu lassen, nämlich von einem Anbieter für Klassenfahrten.
Das hat bisher stets gut geklappt. Im Fahrtenkatalog, der uns als gute Kunden jährlich zum Schulbeginn nach den Sommer- ferien zugesandt wird, sind eine Reihe interessanter Ziele - jedes Jahr sind einige neue Angebote dabei - mit Programmvorschlägen dargestellt..Änderungen/ Ergänzungen sind leicht möglich und werden vom Veranstalter berücksichtigt.
Ein weiterer großer Vorteil ist es, dass die Anmeldung bzw. Buchung der einzelnen Programmpunkte mit erledigt wird. Uns alles zu einem Festpreis. Natürlich gibt es auch andere Handhabungen an unserer Schule, aber die werden weniger.
Sarah Killpatrick
sarah.killpatrick [at] googlemail.com