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Lese- Rechtschreibschwäche - 6 Tipps wie Sie Ihrem Kind helfen können

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind eine Lese-Rechtschreibschwäche hat? Dann haben Sie es als Eltern nicht leicht. Fühlen Sie sich oft völlig überfordert und schlecht informiert? Üben Sie tagtäglich mit Ihrem Kind und doch verändert sich nichts?

Die Herausforderungen, denen Familien heute ausgesetzt sind, wenn Lern- und Verhaltensschwierigkeiten, z.B. in Form einer Lese-Rechtschreibschwäche, bei den Kindern auftreten, waren nie schwieriger zu meistern.

Viele Eltern haben außerdem Angst, dass ihr Kind den Anschluss in der Schule verliert und dadurch später schlechtere Chancen im Berufsleben hat. Der Druck ist groß und überfordert Kind und Eltern.

Sie machen sich Sorgen: ist mein Kind dumm? Oder vielleicht nur faul? Habe ich etwas falsch gemacht?


Was oft ignoriert oder vergessen wird ist, dass Lernen und Verhalten nicht nur psychologische Vorgänge sind, sondern auch biologische.

Voraussetzung für das optimale Funktionieren der Gedächtnisteile, die für die Lese- Rechtschreibfunktion zuständig sind, ist deren biologische REIFE. Wenn dieser Teil des Gehirns noch nicht vollständig ausgereift ist, dann kommt es zu einer Teilleistungsstörung, in diesem Fall die Lese-Rechtschreibschwäche.

Sie müssen sich vorstellen: ihr Kind ist teilweise blind und taub für die Buchstaben! Die herkömmlichen Methoden zur Überwindung von Lese-Rechtschreibschwächen taugen wenig, weil sich diese allzu häufig mit ganzen Wörtern, Teilwörtern oder Silben befassen.

Das haben Sie wahrscheinlich schon selbst gemerkt. Selbst nach intensiven Üben und Bemühungen hat sich ihr Kind nicht verbessert. Es liest immer noch sehr ungern und macht viele Fehler beim Schreiben.

Die Praxis zeigt immer wieder, dass lese-rechtschreibschwache Kinder deutliche Erfolge erzielen, wenn sie regelmäßig und spielerisch mit Buchstaben umgehen. Diese müssen tief eingeprägt werden.

Tipps, wie Sie Ihrem Kind aus der Lese-Rechtschreibschwäche helfen können:

1. Lassen Sie Ihr Kind jeden Tag 20 Minuten am Computer einen Text abtippen. Wichtig ist: es muss die einzelnen Buchstaben mit dem Zeigefinger seiner Schreibhand tippen. So werden die Buchstaben besser eingeprägt.

2. Machen Sie Buchstabenspiele mit ihm. Die Buchstaben (z.B. aus Plastik, Holz oder Moosgummi) müssen z. B mit geschlossenen Augen erfühlt werden und dann laut ausgesprochen werden. So werden die Buchstaben über die verschiedenen Sinne eingeprägt

3. Schreiben Sie sich gegenseitig die Buchstaben auf den Rücken und erraten Sie diese.

4. Ermutigen Sie ihr Kind immer wieder aufs Neue und belohnen Sie auch minimale Erfolge.

5. Versuchen Sie ihrem Kind eine stressfreie Umgebung zu ermöglichen. Das bedeutet vor allem auch: lassen Sie sich durch die Lese-Rechtschreibschwäche Ihres Kindes nicht stressen! Der Stress überträgt sich sofort auf das Kind.

6. Versuchen Sie auf eine spielerische Art und Weise mit der Lese-Rechtschreibschwäche umzugehen. Jeden Tag mit den Buchstaben spielen - diese Zeit sollte angenehm für Sie und Ihr Kind sein.
 
Wichtig bei dem Ganzen ist, dass Sie konsequent sein müssen. Es dauert minimal 1 Jahr bevor eine Lese-Rechtschreibschwäche überwunden werden kann.

Informieren Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten. Reden Sie offen mit Ihrem Kind darüber und am besten auch mit den zuständigen Lehrern. Erstellen Sie gemeinsam ein Programm, wie Sie dem Kind am besten helfen können. Und behalten Sie vor allem den Mut!

Joe Kennedy, Leiter des Tuttlinger Instituts "Kreatives Lernen" ist Lehrer und Erzieher und setzt sich seit 29 Jahren für Kinder und Jugendliche mit Lernproblemen ein. Erfahren Sie wie Sie Ihrem Kind helfen können und erhalten Sie jede Menge gratis Tipps über die Lese-Rechtschreibschwäche und andere Lernprobleme.

Autorin: Susanne Kennedy
Susannekennedy [at] xs4all.nl



Dieser Artikel wurde seit 23.08.2006 bereits 4321 mal gelesen.