Traditionsreiche Goldmünzen aus Österreich
Die Prägung von Goldmünzen in Österreich hat seit jeher eine große Tradition. Mit so bekannten und beliebten Münzen, wie den Dukaten, Kronen oder Gulden gab Österreich schon im 19. Jahrhundert eine Reihe von Zahlungsmitteln beziehungsweise Anlagemöglichkeiten in Gold für die Bevölkerung aus.
Die Gulden beispielsweise waren nach dem Wiener Münzvertrag (ein abgeschlossener Vertrag zwischen den deutschen Zollvereinsstaaten und Österreich aus dem Jahr 1857) bis 1892 Österreichs Münzwährung. Am 2. August 1892 wurde durch Kaiser Franz Joseph I. die Kronenwährung eingeführt. Neben den 10 und 20 Kronen Münzen wurde 1908 zum kaiserlichen Jubiläum zusätzlich noch eine größere 100 Kronen Goldmünze ausgegeben. Erst in Folge einer nicht mehr zu bremsenden Inflation in Österreich löste die Schillingwährung, die bis zur Euroeinführung 2002 Bestand hatte, die Kronen ab.
Dukaten gab es bereits im 16. Jahrhundert, als gesetzliches Zahlungsmittel hatten sie sich nie etabliert. Von offizieller Seite durften sie seit 1858 auch nicht mehr als solches gelten. Die Bedeutung der Dukaten lag auch auf einen anderen Schwerpunkt: Sie wurden als Anlagemöglichkeit angesehen. Aus diesem Grund prägt Österreich auch bis heute noch Nachprägungen der historischen Goldmünze in 986/1000 Gold. Gehandelt werden diese Münzen zum Goldpreis.
Die Goldmünzen Österreich werden in der heutigen Zeit außerdem durch die Anlagemünzen "Wiener Philharmoniker", die 1989 erstmals geprägt wurden, bereichert. Zum 15-jährigen Jubiläum dieser Serie stellte die "Münze Österreich" mit der Herausgabe der weltweit größten Goldmünze einen neuen Weltrekord auf. Eine spektakuläre Würdigung einer berühmten Anlagemünze. Neben den Wiener Philharmoniker gibt Österreich pro Jahr noch zwei verschiedene Gedenkmünzen aus Gold aus. Die Themen dieser Münzen sind ganz verschieden. Üblicherweise werden jedoch berühmte Personen, Gebäude oder besondere Ereignisse gewürdigt. Vor allem Sammler finden gefallen an den österreichischen Gedenkmünzen. Nach Gründen muss nicht lange gesucht werden, sowohl die Prägequalität als auch die kunstvoll gestalteten Motive überzeugen jedes Mal aufs Neue.
Karsten Scholz
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