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Der richtige Rosenschnitt

Rosen sollte man am besten im Frühjahr zurückschneiden, wenn die frostigen Tage vorbei sind. Ein früheres Schneiden ist nicht zu empfehlen, da die neuen Triebe relativ temperaturempfindlich sind und bei Frost Schaden nehmen.

Als wichtige Grundregel sollte man sich merken:
Ein starker Rückschnitt bewirkt einen starken Neuaustrieb und umgekehrt bewirkt ein schwacher Rückschnitt einen schwachen Neuaustrieb.

Meist ist bei der Rose eine kompakte Erscheinungsform erwünscht, die man mit dem richtigen Zurückschneiden ohne weiteres erreichen kann. Ohnehin schon stark wachsende Triebe sollte man deswegen weniger stark, auf etwa 5-7 Augen, zurückschneiden. So wird nur ein mäßiger Neuaustrieb angeregt. Schwache Triebe sollte man hingegen auf ca. 3 Augen und ganz dünne Triebe bis auf wenige Millimeter zur Veredelungsstelle zurückschneiden. Dies bewirkt einen stärkeren Neuaustrieb, der dann zu den stark wachsenden Trieben aufschließen soll.

Der leicht schräge Schnitt sollte ca. 0,5cm über einem Auge erfolgen, aus dem der neue Trieb entstehen soll.

Strauchrosen und Kletterrosen werden eigentlich kaum zurück geschnitten, sondern man entfernt alte, kranke oder abgestorbene Triebe mit einem Schnitt direkt über dem Boden.
Ausreißende Triebe kann man jedoch getrost abschneiden, um die Form zu erhalten.

Beetrosen und Zwergrosen sollten einheitlich ca. auf 5-7 Augen zurück geschnitten werden, Edelrosen auf ca. 4-6 Augen.

Zu lange Triebe der Bodendeckerrosen ungefähr auf die Hälfte kürzen und die holzigen Triebe entfernen.

Wildtriebe sollten generell direkt an der Wurzel ausgerissen werden. Man erkennt sie an dem deutlich helleren Laub und den mehr als 5-7 Blättern pro Austrieb.

Björn Agel
Bjoern [at] agel-rosen.de



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