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Die eigene Immobilie im Ausland - Tipps und Tricks

Der eigene Zweitwohnsitz im Ausland, ein attraktives Feriendomizil oder die Auslandsimmobilie als lukrative Geldanlage. Besonders Deutsche halten große Stücke auf Auslandsimmobilien und investieren nach wie vor sehr viel Geld in ausländische Immobilien. Neben klassischen Domizilen wie Spanien, Italien oder Österreich erfreuen sich auch andere Länder wachsender Beliebtheit. Aufgrund der Dollarschwäche und Immobilienmarktkrise in den USA, greifen auch immer mehr Menschen in Amerika zu.

Vor dem Kauf einer Immobilie sollte das Land unbedingt mehrmals bereist werden. Dabei ist es besonders wichtig, sich auch einen Überblick über die landestypischen Gegebenheiten zu machen. Die Infrastruktur sollte eingehend überprüft werden. Eine medizinische Versorgung nach deutschem Standard wird zwar mancher Orts durchaus übertroffen, ist aber noch lange nicht überall gegeben. Deshalb ist ein ausgedehnter Urlaub in einer abgeschlossenen Clubanlage kein hinreichendes Kriterium für die Entscheidung, ob sich ein Land als Immobilienstandort eignen kann.

Sobald die Entscheidung steht, dass eine Immobilie im Wunschland erworben werden soll, sollten die juristischen Rahmenbedingungen eingehend geprüft werden. Eine Immobilie im Ausland zu erwerben, ist ein Geschäft, welches, aufgrund der juristischen Komplexität, unbedingt sorgfältig geplant werden sollte. Nicht in jedem Land ist der Erwerb an einen notariellen Kaufvertrag geknüpft. In einigen Ländern ist der Immobilienerwerb nicht so streng reglementiert wie in Deutschland, sodass ggf. juristischer Beistand in Anspruch genommen werden sollte. Auf eine entsprechende Lektüre, welche den Immobilienerwerb im Zielland beschreibt, sollte grundsätzlich nicht verzichtet werden. Denn in einigen Fällen wundern sich Heimkehrer nach dem Urlaub, dass der - scheinbar unverbindliche - Reservierungsvertrag, ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag war und die Zahlung des Kaufpreises fällig wird.

Bei der Suche nach dem passenden Objekt hat der Immobilieninteressent die Qual der Wahl: Entweder, er sucht sein Traumobjekt in mühsamer Eigenrecherche, oder er beauftragt einen Makler, welcher die Suche und Vermittlung der Immobilie übernimmt. Die Immobilie auf eigene Faust zu suchen und zu kaufen ist mitunter riskant, da der Interessent sich meist nicht mit der Materie und den Gepflogenheiten eines Landes und vor allen Dingen nicht mit der Preisstruktur auskennt. Der Kauf über den Makler bietet in der Regel mehr Sicherheit, welche allerdings mit einer hohen Provision bezahlt werden muss. In einigen Fällen reicht diese bis in Größenordnungen von 10 bis 20 %, je nach Kaufpreishöhe.

Harald Schrefl
harald.schrefl [at] webperfect . at



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