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Dessous im Wandel der Zeit

Korsage, Strumpfbänder und Slips sind nicht nur Wörter mit verschiedenen Bedeutungen, sondern haben auch alle verschiedene Funktionen. Sicherlich gab es immer schon eine Unterscheidung von alltäglicher Gebrauchswäsche und Reizwäsche für besonders erotische Momente. Doch hat diese Unterteilung immer noch bestand?

In einer früheren Zeit stand nicht der Reiz dieser Dessous im Vordergrund, denn diese Reizwäschestücke hatten u.a. die Kraft Form zu verleihen.
Die Korsage kann den überflüssigen Hüftspeck bündeln und einen wohlproportionierten Eindruck hinterlassen. Corsage oder Korsett heißt im deutschen soviel wie Körper. Sie drückt durch ihren steifen Aufbau den weiblichen Oberkörper zusammen. Im Laufe der Zeit wandelte sich die ursprüngliche Korsage zu einem sexy Dessous aus zahlreichen Materialien und mit kunstvollen Verzierungen.

Der Slip, früher einfach Schlüpfer oder Unterhose genannt, ist mittlerweile vom wärmenden Wäschestück zu einem modischen Accessoires mutiert. Die Unterhose, ob kurz oder lang, wurde aus mächtigen Baumwollschichten von fleißigen Händen gewebt. Die Hüfthosen junger Mädchen hingegen erlauben Einblicke auf eine bunte Slipwelt, in der scheinbar alles möglich ist. Dünnste Strings liegen mehrere Zentimeter über dem Jeansbund. Witzige Tattoos spielen mit den Farben und Formen der Slips.
Gerade sehr junge Damen versuchen anscheinend über solche Reize Aufmerksamkeit zu erzeugen, ohne sich dabei große Gedanken zu machen. Im Alter besinnen sich freilich die meisten auf eine gesündere Mode und schonen ihre Nieren und den Rücken.

Dessous und Reizwäsche mit ihrem heutigen Anspruch von Luxus und Verführung haben sich weit von den historischen Wurzeln der Unterbekleidung entfernt und haben Einzug in den Alltag gehalten. Historisch ist ein Trend zu verzeichnen, bei dem jedes Wäschestück auch nach seiner erotischen Wirkung beurteilt wird. Ein Slip wird nicht gekauft, weil er so kuschelig warm ist, sondern in die erotische Gesamtkonzeption junger Frauen passt. Aber selbst ältere und Männer legen zunehmend auf sinnliche Perfektion wert. Dies ist vielleicht auch damit zu begründen, dass sich in einer freizügigen Gesellschaft immer mehr Gelegenheit bietet, seine Unterwäsche zu präsentieren.

Frank Oehler
manbanatu [at] yahoo.de



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