Die Geschichte der Blockbauweise
Die Blockbohlenbauweise hat Ihre Geburtstätte in den Gebieten Nordeuropas, wo die Baumbestände eine der größten Ressourcen sind. Folglich wurden Gebäude aus Holz gebaut, da das Holz sowohl ein gut isolierendes Material als auch ein einfach zu bearbeitender Baustoff ist. Erste Häuser aus Holz stammen vermutlich schon aus der Steinzeit - dies belegen Funde aus den Schweizer Alpen, in denen Wohnhäuser in Rundstammbauweise gefunden wurden.
Weiter entwickelt hat sich die Blockbauweise vor allem in Skandinavien, wo nicht nur die Blockbohlen aufeinander geschichtet wurden, sondern bereits erste Verstrebungen zur Versteifung der Konstruktion eingeführt wurden. Diese Abwandlung zeichnet eine Konstruktionsänderung hin zur Fachwerkbauweise auf, die auch heute noch zu finden ist.
In Finnland findet man eine Kirche, die schon vor über 600 Jahren errichtet wurde und komplett in Blockbauweise montiert ist. Ein Beweis für die hohe Lebensdauer der Blockhäuser.
Diese Lebensdauer erreichen die Holzbauten jedoch nur, wenn man mit einem konstruktiven Holzschutz die Elemente vor Feuchtigkeit und Schädlingen schützt. Die Konstruktion der Holzbauten ist daher so ausgerichtet, dass Wasser nicht dauerhaft am Holz stehen bleiben kann, bzw. zwischen Holzstücke laufen kann, wo es nicht trocknet. So hart Eiche und Polarkiefer auch sind - dauerhafter Kontakt mit Feuchtigkeit und Regenwasser sorgen langfristig dafür, dass das Holz vermodert, Schimmelpilze entstehen und dadurch die Festigkeit extrem leidet.
In Schweden wurde zusätzlich zum konstruktiven Holzschutz ein "chemischer" Holzschutz angewendet: Das bekannte Schwedenrot dient nämlich nicht nur optischen Zwecken, sondern schützt das Holz durch den hohen Anteil an Kupfererzen auch vor Schädlingsbefall. Durch solche Maßnahmen stehen moderne Holzhäuser den massiven Steinbauten auch heute in der Haltbarkeit nicht nach.
Autor: Jens Kleinholz
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