Depressionen und ihre Behandlung
"Mir fällt alles so schwer. Am schlimmsten ist es am Morgen. Ich kann keine Freude mehr empfinden. Es ist mir alles gleichgültig. Konzentrieren kann ich mich auch kaum noch auf etwas. Ich fühle mich so unnütz und wertlos".
Wer sich so erlebt, der leidet unter einer Depression. Depressionen haben nichts mit geringer Willenskraft und Faulheit zu tun. Wer depressiv ist, fühlt sich tatsächlich so kraft- und wertlos. Er zieht sich immer mehr von seinem Umfeld zurück und glaubt, immer weniger Aufgaben gewachsen zu sein. Die Folge davon ist, dass er immer weniger Bestätigung erhält und immer mehr an sich und seinen Fähigkeiten zweifelt. Ein Teufelskreis, aus dem Betroffene alleine meist nicht herauskommen.
Auf dem Weg aus den Depressionen muss der Betroffene zunächst akzeptieren, dass er im Augenblick nicht voll leistungsfähig ist. Kleine Aufgaben helfen ihm dabei, Erfolgserlebnisse zu haben. Indem er seinen Blick bewusst darauf lenkt, bei welchen Aktivitäten es ihm besser geht, kann er erkennen, dass es ihm nicht den ganzen Tag gleich schlecht geht. Durch die Überprüfung seiner Lebenseinstellungen kann er erkennen, dass er Fähigkeiten besitzt, diese Krise zu überwinden. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe und eine Psychotherapie können ihn bei seiner Genesung unterstützen.
Bei der Behandlung von Depressionen hat sich die Kognitive Verhaltenstherapie als besonders wirksam erwiesen. Diese Therapieform setzt an den negativen Einstellungen an, die für die meisten Depressionen verantwortlich sind. Anschriften kassenzugelassener Psychotherapeuten, die nach dieser Methode arbeiten.
Dr. Rolf Merkle
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