Haartransplantation gegen Glatze
Ein leidliches Problem vieler Menschen ist Haarausfall, vor allem, wenn dies in jungen Jahren schon der Fall ist. Täglich verliert ein Mensch durchschnittlich 70 Haare.
Bei noch extremerem Haarausfall entsteht recht schnell ein ergiebiger Haarverlust bis hin zur Entstehung einer Glatze. Die Ursachen für einen Haarausfall sind sehr vielschichtig. Dies kann genetisch bedingt sein oder die Folge einer Krankheit, Stress, Medikamente etc. Ein probates Mittel dagegen ist eine frühzeitige Haartransplantation. Sie bietet eine dauerhafte Lösung, denn transplantierte Haarwurzeln erzeugen dauerhaft volles und gesundes Haar an den zuvor kahlen Stellen. Haartransplantationen haben in den vergangenen Jahren einen rasanten Anstieg genommen. Denn mit Hilfe von hochmodernen und mikrochirurgischen Methoden, vor allem mit der Lasertechnik, kann man problemlos den gewünschten Erfolg erzielen.
Allerdings ist für eine Haartransplantation unabdingbar, dass noch genügend gesundes Eigenhaar zur Verfügung steht. Mit der modernen Lastertechnik gelingt eine erfolgreiche Umschichtung von gesunden Haarwurzeln. Ein Haarwurzeltransplantat wird auch als Graft bezeichnet. Bei der Haartransplantation werden an den behaarten Kopfstellen gesunde Grafts per Laser entwendet und an den kahlen Stellen des Kopfes wieder eingesetzt. Dies geschieht ambulant unter örtlicher Betäubung. Dieser operative Vorgang ist zudem praktisch mit keinerlei Schmerzen verbunden. Bei der Eigenhaartransplantation gibt es zwei operative Möglichkeiten. Entweder wird ein schmaler Hautstreifen mit gesunden Grafts entnommen und an einer kahlen Kopfstelle wieder implantiert oder es wird die punktuelle Variante angewandt. Dies bedeutet, dass einzelne Grafts oder Graftgruppen aus dem noch behaarten Bereich entfernt und dann an der vorgesehenen Stelle wieder implantiert werden. Bei der ersten Methode ist eine leichte Narbenbildung nicht zu vermeiden, die aber mit nachwachsendem Haar nicht mehr zu sehen ist.
Bei der zweiten Möglichkeit sieht man nur ganz geringfügige, punktuelle Narben, die im Laufe der Zeit nicht mehr zu sehen sind. Der operative Eingriff ist recht aufwendig und er kann bis etwa vier Stunden andauern. Nach Beendigung der Transplantation wird ein leichter Druck- bzw. Kopfverband angebracht. Vorübergehende Komplikationen können in der Form auftreten, dass es zu leichten Blutungen kommt, genauso wie zu Schwellungen, Blutergüssen oder einem Spannungsgefühl. Nerven und Blutgefäße können durchaus bei der Haartransplantation verletzt werden. Nach der Haartransplantation ist zuerst Geduld oberste Pflicht. Denn man sieht natürlich nicht sofort das eigentlich gewünschte Resultat. Im ersten Monat fallen die transplantierten Haare sogar wieder aus. Das eigentliche Wachstum beginnt erst nach knapp einem halben Jahr. Dies vollzieht sich dann sehr langsam und unregelmäßig. Erst etwa nach einem Jahr sieht man das eigentliche Resultat, nämlich dass das implantierte Haar wieder normal wachsen tut. Die Kosten müssen selbst getragen werden. Sie richten sich nach der Anzahl der implantierten Grafts und der angewandten Transplantationstechnik.
Dennis Spingler
d.spingler [at] cz-wellmed.de