Die Geschichte des Blaumanns
Der Blaumann ist eine bekannte Berufsbekleidung. Die Bezeichnung "Blaumann" ist zumindest im nordwestdeutschen Raum verbreitet, der Begriff aus der Umgangssprache steht für einen Overall, der von meist männlichen Mitarbeitern in den verschiedensten Berufszweigen als Arbeitskleidung dient. Man trifft den Blaumann in Werkstätten; Produktionshallen, auf Baustellen und in Verkaufsräumen, in denen handwerkliche Produkte angeboten werden. Natürlich gibt es diesen Arbeitsoverall im Fachhandel für Berufskleidung inzwischen auch in anderen Farben, aber ein Rotmann oder Grünmann ist daraus nicht entstanden. Wie kommt das? Also lohnt es sich, der Sache mal etwas näher auf den Grund zu gehen. Lesen Sie hier mehr…
Der Blaumann entstand aus der jahrhunderte alten Praxis, stark beanspruchte Kleidung, insbesondere Arbeitskleidung blau zu färben. .Da die Menschen noch keine derart wirksamen Bleichmittel besaßen, wie wir sie heute kennen, waren ihre Stoffe selten weiß, sondern eher gräulich. Das Einfärben bzw. die pflanzlichen Farbstoffe dafür waren aber sehr teuer oder selten oder beides. Eine Ausnahme war jedoch der Färberwaid, laut Wikipedia auch deutscher Indigo genannt. Wenn man dessen Blätter mit Urin und Alkohol vergor, erhielt man eine blaue Farbe. Da allerdings der Alkohol wiederum teuer war, tranken ihn die Färber selbst, um den Alkohol in ihrem Urin zu konzentrieren. Die Herstellung blauer Stoffe soll ihnen jedoch wenig gut bekommen sein. Am Tag nach der Arbeit mit Färberwaid sollen die Färber stets blau gemacht haben, um ihren Kater auszukurieren. Nun bleibt noch die Frage, wie aus der blauen Arbeitskleidung dieser besondere Einteiler geworden ist. Dazu liefert das Internet bisher keine passende Antwort. Vielleicht kennt ja jemand die Erklärung und schafft damit endlich Klarheit in dieser Sache. Eine erste Vermutung soll hier schon mal geäußert werden: Da es durchaus möglich ist, bei der Arbeit am eigenen Hosenbund bzw. mit der Jacke an einer Ecke oder einem Nagel hängenzubleiben, könnte der einteilige Overall aus Sicherheitsgründen als Berufskleidung bevorzugt werden. Aber vielleicht liegt der Grund ja ganz woanders. Im Alkohol? Wer weiß?
Autor: Sigrid Wostbrock
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