Modular Bauen mit Fertighäusern aus Holz
Neben der seit den 1960er Jahren verwendeten Fertighausform in Beton werden seit einigen Jahren in Deutschland vermehrt Fertighäuser aus Holz errichtet. Dabei handelt es sich meist um einen Bausatz eines Holzhauses, der ohne großen Aufwand auf die Grundplatte oder die Kellergeschossdecke des zukünftigen Hauses aufgebaut wird. Fertighäuser aus Holz wird in Holztafelbauweise oder durch Zimmerer in einer ihrer Sonderformen, der Holzrahmenbauart, errichtet.
Bei letztgenannter Bauform werden die Fertighäuser aus Holz in modularer Bauweise aus Holztafeln, die eine Verbundkonstruktion von Rippen aus Holz und Beplankung aus Holz- oder Gipsplatten darstellen, häufig innerhalb weniger Tage errichtet. Es gibt zwei Varianten vom Fertighaus aus Holz. Neben dem Ausbauhaus, bei dem der Innenausbau selbst durch die Bauleute durchgeführt wird und damit zur Kostensenkung beitragen kann, ist die schlüsselfertige Variante, bei der vollständig angeschlossene und außen wie innen fertig ausgebaute Fertighäuser aus Holz entstehen, sehr beliebt.
Die Vorteile der Bauweise von Fertighäusern aus Holz ist ein schneller Bauablauf und die hohe Präzision, die bei der Herstellung der Bausatzelemente möglich ist. Durch die sehr kurze Herstellungs- und Montagezeit werden Lohnkosten gespart, auch ist in der Regel eine bessere Wärmedämmung bei gleichen Wanddicken möglich. Nachteilig wirken sich der hohe Grad der Standardisierung, aber auch das hohe Bautempo aus, da bei Fertighäusern aus Holz in der kurzen Montagephase keine Zeit für Umplanungen jeglicher Art ist. In der Regel sollte daher alles, einschließlich der Lage von Elektro- oder anderen Ver- und Entsorgungsleitungen, vorab vollständig durchgeplant sein, da etwaige Korrekturen oder die Umsetzung individueller Wünsche nicht oder oft nur durch erheblichen Mehraufwand zu bewerkstelligen sind.
Jens Kleinholz
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