Tango in Buenos Aires
Der Tango, heißt es, ist getanzter Liebesschmerz. Tango ist nicht nur Tanz und Musik, sondern eine Philosophie.
Der Tango stammt aus Argentinien, er war ursprünglich nichts anderes als eine volkstümliche Unterhaltungsmusik, Tango Argentino, zu der auch getanzt wurde. Von seiner Entstehung Ende des neunzehnten Jahrhunderts an hat sich der Tango bis heute weiterentwickelt und in all seinen Ausprägungen einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Durch Musiker wie Piazzolla, der die Tango-Musik revolutionierte wie kein anderer, Mosalini, Saluzzi, Matteo, Mederos, Galliano und viele andere ist der Tango zu einer kunstvollen, anspruchsvollen Hörmusik geworden, dem sogenannten Tango Nuevo. Inzwischen ist der Tango von vielen anderen Stilen und Kulturen beeinflusst. Wer ein Bewunderer und Kenner des Tango Argentino ist, sollte wenigstens einmal zu den Wurzeln des Tango an den La Plata gereist sein.
Wer sich nach Buenos Aires aufmachen will, sollte ein paar Dinge wissen und berücksichtigen: Um hochkarätige Tänzer anzutreffen, und um Unterricht, Practicas, bei den besten argentinischen Tangolehrern zu nehmen, sollte in der Zeit von Februar bis März fahren, denn dann ist Tango-Hochsaison in Buenos Aires und die wichtigsten Tangolehrer sind anzutreffen. Man kann nicht nur erstklassigen Unterricht bekommen, sondern auch abends die besten Tanzpaare auf den Milongas, den Tango Salons, tanzen sehen.
Etwas Besonderes ist es auch, den Jahreswechsel in Buenos Aires zu erleben. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich viele Tango-Lehrer wieder in der Stadt, um mit ihren Familien zu feiern. Wer den Winter wählt, muss beachten, dass in Argentinien Hochsommer ist, dass ihn ein heißes und feuchtes Klima erwartet. Die kalte Winterzeit ist in Argentinien im Mai und Juni. Zwar finden in dieser Zeit weniger interessante Tangoveranstaltungen statt, aber die Stadt ist ohne Touristenströme, die Salons sind geöffnet und Tango wird in Argentinien schließlich immer und überall getanzt.
Axel Lauer
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